Oldtimer ?   Lassen wir die Kirche im Dorf ...

Man sieht von weitem, dass "das Ding" keine Nockenwelle hat, weder oben- noch untenliegend. Und ein "Einzylinder-V-Motor" mit obenliegender Kardanwelle ist da auch nicht verbaut. Es ist ein 2-zylindriger Zweitakter mit grade mal 3 bewegten Teilen pro Zylinder ! " RD 250-352 "   heißt das Kunstwerk aus dem "atelier faunlandia" von Künstler Frank F. Zilly, dem Eigentümer des abgebildeten Motorrades, das sich heute im Vergleich zu modernen Krädern eher wie ein Traktor fährt ... aber damals waren's teuflische 30 PS und ich war jung (30 PS bei 250 ccm sind 120 PS Literleistung / ein 1000er Opel Kadett A hatte 40 PS, ein Käfer (ich hatte nie einen) umgerechnet auf 1000 ccm noch weniger und eine 500er Viertakt-Yamaha SR 500 (27x2=) 54 PS  ...) ... Und sehr viele Maschinen wurden nicht alt, wurden verheizt von "Tuning-Spezis aller couleur" (gern mit zu magerem Gemisch oder sie wurden unfreiwillig gleich im Gelände irreparabel "kalt verformt" ...) ...

Bigbike-Kurvenschreck

Yamaha RD 250 Typ 352 (1973)

und

Grand Tourisme

Nissan-DATSUN 280 Zx-t (1981)

 

Meine Teenager-Zeit in den 1970ern war die große Zeit der zweitaktenden Kleinkrafträder mit 6,25 PS aus 50 ccm. Das entspricht einer Literleistung von 125 PS. Den Begriff der Literleistung hat man eingeführt, um die Leistung unterschiedlichster Motoren miteinander vergleichen zu können. Die Namen der einstmaligen deutschen Hersteller wie Kreidler und Maico, Hercules, Sachs und Zündapp und - ja, auch Yamaha bot solche Kleinkrafträder an, die werde ich kaum je vergessen, auch wenn diese Zeiten lange vorbei, die Hersteller verschwunden sind. Diese kreischende 250er mit 30 PS oder 120 PS Literleistung (1 Liter = 1000 ccm ; 1000 : 250 = 4 ; 30 (PS) x 4 = 120), die gefühlt so laut war wie 4 Fünfziger zusammen, lag als Motorrad voll in diesem Trend und war begehrt. Obgleich damals schon alle älteren nur vom Viertakter schwärmten. Sie war eben ein Kleinkraftrad-“Aufsteiger”-Modell und außerdem vergleichsweise preisgünstig. Und, das war der Clou, mit etwas Geschick wurde dank Baukastenprinzip und vom Hersteller erhältlicher Umrüst-Papiere mit relativ wenig Aufwand und Stempel vom TÜV sogar Yamahas “originale”, nur in wenigen Teilen abweichende 350er mit 39 amtlichen PS daraus. Um mit mehr PS als denen der 250er unterwegs zu sein und mit mehr Drehmoment vor allem, reichten aber auch weniger Teile, denn beide Modelle hatten 54 mm Hub bei 54 bzw. 64 mm Bohrung. Und auf den Segen des TÜV und eine höhere Versicherungsprämie konnten vermutlich auch viele verzichten ... Ja, sowas wollte man/n haben damals als junger, finanziell wenig belastbarer Mensch. Und bloß keinen Roller ...

In diesem (Früh-)Werk habe ich als Künstler jene Zeit "einzufangen" versucht in der diese Fahrzeuge aktuell waren. Und ich jung. Die 1970er Jahre bis in den Anfang der 1980er Jahre. Das war eine rundum komplett andere Zeit als heute. Aber keineswegs besser (oder schlechter). Nur anders. Wirklich ganz anders möchte ich denen sagen, die damals noch nicht auf Erden weilten. Ohne die Möglichkeiten (aber auch ohne die Probleme und Gefahren) die uns PC und Laptop, Internet und WLAN, Handy und smartphone, CD und DVD, mp3-Player und digitales Fernsehen samt bandlosem, digitalem Aufzeichnen oder der Euro und Schengen (offene Grenzen) und Navigationsgerät für denkfaule Orientierungslose beschert haben ... Heute bewerte ich da aber auch einiges anders als damals im Taumel der Euphorie, als diese Errungenschaften einst über uns kamen ... Unbestreitbar übrig bleibt da zu erwähnen unter einem in Gedanken gezogenen Strich eigentlich nur eines : Es war die Zeit meiner Jugend ! Der springende Punkt, das hüpfende Komma.  Denn diese Zeit, die Jugend, die kommt bekanntlich niemals wieder. Das – und nur das, liebe Leserinnen und Leser – nur das macht im (verklärten) Nachhinein – ob in geselliger Runde oder total einsam und verlassen – alles, selbst allen alten Krempel, so interessant und „bunt“ ja pink und lässt die Augen strahlen. So sieht man denn auf dem Bild auch nur zwei Farben. Viel Schwarz „spielt mit“, umschließt das Bunte. Das sind die Regeln und Verhaltensvorschriften. Die finstere Macht einer damals noch mächtigeren Kirche. Schwarz als Kontrast im Leben wie in der KUNST. Von der heutigen (Farben-)Vielfalt (auch in den Gesichtern) keine Spur. Die Nationen waren unter sich. Die Leute hierzulande waren im Prinzip nur so oder so. Total angepasst oder „auffällig“ daneben. Ungebrochen toll empfand man auch damals schon längst nicht alles. In Sachen Liebe ging einiges den Bach runter oder wurde überhaupt erst nie was. Berufliche Träume endeten am Nagel an der Wand. Und so weiter. Die Zeit des "Anders" war durchaus nicht uninteressant. Oder unbewegt. Doch nochmal möchte ich keinen einzigen Tag erleben müssen. Auch die eher schönen nicht. Das ist einfach vorbei. Und es ist gut so. Geblieben sind mir, auch "als Stütze der Erinnerung", diese beiden Fahrzeuge und einige andere Gegenstände, die meine Wohnung zieren. Das war's. Das reicht. Und das ist gut so.

 

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Künstler Frank F. Zilly

Eigentümer von RD und ZX

Macher und Betreiber

dieser website

 

zur  KUNST-website  von Frank F. Zilly

Das ist die legendäre Combo-Orgel Vox Continental

Combo-Orgel der 1960er Jahre : Die “Vox Continental”

 

Ja, auch in radlosen Bereichen gibt es (für mich) interessante “Oldtimer”.

Etwa die frühen, transportablen Koffer-Orgeln in Transistortechnik, die

sogenannten Combo-Orgeln, die Vorläufer der heutigen Keyboards waren

 

Der absolut rostfreie Garagen- und Sonnenschein-Wagen "Datsun 280 Zx-t / by Nissan" von Künstler Frank F. Zilly aus Marxzell im Schwarzwald als digitales Kunstwerk

Der Nissan / Datsun 280 Zx-t von Künstler Frank F. Zilly

 

Der legendäre Sportwagen aus dem “Land der aufgehenden Sonne”, der in den USA Kult ist, hat ein H-Kennzeichen (das “H” am Ende des Kennzeichens steht für “historisch”) und ist damit hierzulande anerkanntes Kulturgut. Im Internet finden Sie wunderschöne Fotos von den Datsun- (Nissan-) Automobilen der Z-Reihe mit Reihensechszylinder (240 Z / 260 Z / 280 Zx), die von 1969 bis 1983 als 2-Sitzer und / oder 2+2 gebaut wurden ... Mehr dazu auch auf dieser website ... Gute Unterhaltung !

 

Tja, das ist ein Automobil aus einer anderen Zeit. Einer ganz anderen Zeit. Da war alles noch voll analog. Und das meiste, was heute unsere Tage füllt und Zeit frisst, das gab's noch gar nicht. Und das spürt man sofort, wenn man sich da reinsetzt ... Klicken Sie das Bild an, dann sind Sie auch schon auf der Seite, die ich diesem Wagen widme ...

Vollbild : klicken, dann F11

 

Sie bewegen mich noch heute.

Selbst wenn sie stehen.

Meine Oldtimer.

 

Frank F. Zilly

Künstler

 

 

Künstler Frank F. Zilly lebt im beschaulichen Schielberg, einem Ortsteil von Marxzell im Albtal / Schwarzwald im Städte-Dreieck Karlsruhe - Pforzheim - Rastatt und schickt viele Grüße nach Pfaffenrot, nach Straubenhardt (Langenalb, Conweiler und Schwann), nach Karlsbad (Mutschelbach und Langensteinbach), nach Waldbronn (Reichenbach) und nach Pfinztal (Söllingen und Berghausen).

 

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Frank Zilly lebt heute als Künstler im beschaulichen Schielberg  ( Ortsteil von Marxzell im Albtal / Schwarzwald ). Marxzell ist der Ort (unweit Karlsruhe) mit dem urigen Fahrzeug-Museum (Auto- und Verkehrs- Museum).

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